1895 – 1949

EREIGNIS

1895

Plan des 1. Schützenplatzes

TN_Grundriss

„Am 5. August 1895 wurde in Farge eine Schützengesellschaft gegründet. Der Gründer derselben, der verstorbene Kaufmann Ernst Schwarze, hatte vor Gründung des Vereins seine Schützenfreunde öfters zu Schießübungen eingeladen, welche auf dem Schnibbe’schen Grundstück in der Heide gehalten wurden.“

So steht es in der Schulchronik von 1905, dem ältesten Dokument das etwas über die Gründung der Farger Schützengesellschaft aussagt.

 

1897

Die Mitglieder um 1897 vor der Schießhalle

TN_1897

Bereits kurz darauf im Jahre 1897, erwarben die damaligen Schützen den ersten Schützenplatz zum Preise von 1.350,00 Mark, und errichteten darauf eine Schießhalle mit fünf 100 m Ständen.

 

1900 – 1920

Die erste Festhalle 1907

TN_1900-1920

In den nachfolgenden Jahren wurde 1907 die erste Festhalle gebaut, und in den Jahren 1914 bis 1919 die Erweiterungen der Schießstände auf acht 175 m und vier 75 m Bahnen durchgeführt. Geschossen wurde zur damaligen Zeit mit Vorderladergewehren die mit Kugeln geladen wurden, die der Schütze in der Regel selber gegossen hatte. Aus dieser ältesten Zeit der Vereinsgeschichte sind der Farger Schützengesellschaft noch zwei der wertvollsten Erinnerungsstücke erhalten geblieben. Die erste Königskette und die erste Vereinsfahne, beide aus dem Jahre 1906.

 

1921 – 1930

Jungschützen in den 50er Jahren

TN_1921-1930TN_1926

1926 Gründung der Jungschützenabteilung.

1931 – 1940

Festumzug 1933 Abholung des Schützenkönigs H.Koch

TN_1931-1940

Wie für viele andere Vereine, so begann auch für die Farger Schützengesellschaft die schwärzeste Stunde im Jahre 1939. Der Schützenplatz mit Festhalle und Schießständen wurde enteignet. Es erfolgte die Übernahme von Platz und Anlagen durch die WIFO, und kurz darauf der Abriß und die Einebnung aller Gebäude und Einrichtungen. Für die Farger Schützengesellschaft trotz der gezahlten Entschädigungssumme von 73.000 Reichsmark das Aus.

 

1941 – 1949

Der zweite Weltkrieg und seine Auswirkungen machten auch vor den Farger Schützen nicht halt. Im Jahre 1942 feierten sie ihr letztes Schützenfest. Nach dem Krieg, ab dem Jahre 1945 unterlag die Farger Schützengesellschaft wie auch andere Vereine dem Vereinsverbot der Alliierten, und hatte alle Betätigungen einzustellen. Man kann aber wohl davon ausgehen, daß selbst bei fehlendem Verbot ein Vereinsleben nicht stattgefunden hätte. Man hatte andere Sorgen.